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Großer Orionnebel M42

Der große Orionnebel ist nicht nur der hellste, sondern sicherlich auch der beeindruckendste Galaktische Nebel. Man findet ihn im Schwertgehänge des himmlischen Jägers Orion bereits mit einem kleinen Fernglas am Winterhimmel.

Für einen Astronomen ist M42 interessant, weil er mit nur 1400 Lichtjahren Entfernung das nächste Sternentstehungsgebiet ist. So sind die hellsten Sterne erst wenige Millionen Jahre alt, astronomisch also noch Sternensäuglinge.

Da junge Sterne jedoch eine sehr intensive Strahlung aussenden, erstrahlt das gesamte Gas in deren Umgebung in den wunderbar leuchtenden Farben, die man im obigen Bild bestaunen kann. Das rote Licht wird dabei von Wasserstoff emittiert, dem häufigsten Element im Universum, die dunklen Bereiche entstehen durch Staub, der aufgrund des jungen Alters des Nebels noch reichlich vorhanden ist und das Licht der dahinterliegenden Sterne blockiert.

Whirlpool-Galaxie (M51)

Die Whirlpool-Galaxie wurde 1773 von Charles Messier im Sternbild der Jagdhunde entdeckt und als „sehr schwacher Nebel ohne Sterne“ beschrieben. Lord Rosse war 1845 der Erste, der die Spiralstruktur der 30 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie beobachten konnte (siehe kleines Bild links).

Deutlich sichtbar sind die Spiralarme, die aufgrund der dort entstehenden, jungen heißen Sterne blau leuchten. Ebenso imposant sind die dunklen Staubbänder, die das Licht auf die dahinter liegenden Sterne blockieren.

Das wohl auffälligste Merkmal ist jedoch die kleine Begleitgalaxie, die gravitativ mit M51 wechselwirkt und über ein Staubband mit ihr verbunden ist.

Die blaue Spur links unten entstand durch einen vorbeifliegenden Satelliten.

Kugelsternhaufen M2

Dieser Kugelsternhaufen wurde 1776 von Jean-Dominique Maraldi im Sternbild Wassermann entdeckt. Das Licht das wir heute von seinen etwa 150000 Sternen empfangen, ist aufgrund seiner immensen Entfernung von der Erde bereits über 37000 Jahre lang zu uns unterwegs.

Die Sterne in seinem Inneren sind so dicht beieinander, dass wir im Zentrum keine Einzelsterne mehr erkennen können; stünde die Erde im Zentrum dieses Haufens wäre der Nachthimmel dort bereits so hell erleuchtet wie unser Taghimmel.

Durch Beobachtungen kann man auch das Alter des Haufens bestimmen – M2 ist beinahe so alt wie das Universums, etwa 14 Milliarden Jahre. Aus diesem Grund besteht der gesamte Haufen nur noch aus Sternen, die unserer Sonne sehr ähnlich sind.

M2 ist unter normalen Bedingungen leicht mit einem kleinen Fernglas beobachtbar, unter optimalen Bedingungen bereits mit bloßem Auge.

Der Mond

Dieses Bild unseres Mondes entstand am 12. November 2005, drei Tage vor Vollmond während Beobachtungen mit dem großen 50cm Cassegrain-Teleskop des Instituts für Astrophysik der Universität Göttingen.

Der Mond hat einen Durchmesser von 3476 km und ist damit nur etwa ein Viertel so gross wie die Erde. Für eine Umrundung der Erde im Abstand von 384000 km benötigt er gut 27 Tage.
Deutlich sichtbar sind die vielen Krater, 
die der Mond im Laufe seiner Existenz durch Einschläge von Meteoriten “gesammelt” hat.

Die grössten Krater weisen einen Durchmesser von über 200 km auf, die kleinsten im Bild sichtbaren noch immer einige Kilometer. Die Höhenunterschiede zwischen Kraterrand und -Zentrum können bis zu 4 km betragen. Die dunklen Bereiche werden mare (lat.: Meer) genannt und sind Milliarden Jahre alte Lavabecken.

Kugelsternhaufen M13 im Herkules

M13, auch bekannt als „Großer Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules“, erscheint uns auf der Erde nur etwas kleiner als der Vollmond, in Wirklichkeit hat er aber wegen seiner Entfernung von 22000 Lichtjahren einen Durchmesser von 150 Lichtjahren.

Kugelsternhaufen sind Ansammlungen von hunderttausenden von Sternen auf engstem Raum, die kugelsymmetrisch mit zum Zentrum des Haufens zunehmender Dichte verteilt sind. Die
Kugelhaufen selbst sind wiederum kugelsymmetrisch mit ebenfalls nach innen anwachsender Dichte um das Zentrum der Galaxis angeordnet.

Sie enthalten die ältesten Sterne im Milchstraßensystem und sind deshalb von großer Bedeutung für die Erforschung der Sternentwicklung sowie die Altersbestimmung des Universums.

Der Pferdekopfnebel

Der Pferdekopfnebel im Sternbild Orion ist eines der bekanntesten astronomischen Objekte. Gebildet wird er durch Staubmassen, die das Licht des dahinter liegenden Nebels verdecken und durch ihre Form an den Kopf eines Pferdes erinnern. Seine Größe von 3 Lichtjahren lässt ihn bei einer Entfernung von 1500 Lichtjahren etwa ein Viertel so gross wie den Vollmond erscheinen.

Trotz seiner Größe und prominten Lage direkt
unterhalb des linken Gürtelsterns des Orion ist er kein leicht zu beobachtendes Objekt. Dies verdeutlichen auch die vier kleinen Aufnahmen, die erst zusammen das fertige, oben gezeigte Bild ergeben.

Erst durch die Verwendung eines Schmalbandfilters, der speziell auf die Wellenlänge der roten Hα-Spektrallinie von Wasserstoff abgestimmt ist, lässt sich die ganze Pracht dieses Nebel einfangen.

Die explodierte Zigarre M82

Die Galaxie M82 ist für Astronomen eines der besten Objekte um die Wirkung eines „Starburst“, einer kurzen Phase mit stark erhöhter Sternbildungsrate, auf die Muttergalaxie zu untersuchen. So werden z.B. die bis weit über die Sternscheibe hinausreichenden und rot leuchtenden Gas-Filamente durch Supernovae (massereiche Sterne, die am Ende ihres kurzen  Lebens explodieren) aus der Galaxie herausgeschleudert.

Diese „galaktischen Superwinde“ besitzen Geschwindigkeiten von bis zu einigen Tausend Kilometer pro Sekunde (!) und Temperaturen von mehreren Millionen Grad Celsius.

Weil sie jedoch sehr leuchtschwach und werden erst durch lange Belichtungszeiten (in diesem Fall über 6 Stunden) sowie geeignete Schmalbandfilter, die zwar das Licht des Gases ungehindert durchlassen, das Streulicht der Umgebung aber weitestgehend unterdrücken, sichtbar.

Der Flammennebel im Orion

Der Flammennebel ist aufgrund seiner Dynamik einer der beeindruckendsten Nebel am Winterhimmel. Gebildet wird er durch eine Dunkelwolke, die das Licht des dahinter liegenden Nebels teilweise verdeckt und so dem Nebel seine einzigartige Form verleiht.

Erzeugt wird dieser Nebel durch ein riesiges Sternentstehungsgebiet, zu dem neben dem Flammennebel auch der Orionnebel sowie der Pferdekopfnebel gehören.
Den Sternhaufen, der für die Beleuchtung des Nebels verantwortlich ist, kann man aufgrund der enormen Staubmengen optisch jedoch nicht beobachten.

Erst Infrarot-Beobachtungen bei längeren Wellenlängen können diese durchdringen und erlauben uns so einen Blick auf die sehr jungen massereiche Sterne, die durch ihr energiereiches Licht den 1500 Lichtjahre entfernten und 8 Lichtjahre grossen Nebel zum Leuchten anregen.
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